Samstag, 8. Februar 2014

Hamburg, 8. Februar 2014, Zehn nach Sechs, Eimsbüttel, Café

Welch Kontrast: Vor einer halben Stunde die BVB-Kneipe zufrieden verlassen und jetzt nebenan sozusagen in einem vorwiegend weiblich frequentierten Café sitzend, eine Limo lutschend ... An der Wand hängen Fotos nackter Schwangerer ... Ob mich das geil macht?

Hamburg, 8. Februar 2014, Viertel nach Eins, Bücherhallen

Der Justizminister will den Mord-Paragraphen reformieren. Das ist unbedingt notwendig. Wenn es etwas gibt, was das "deutsche Wesen" kennzeichnet - und ich nehme mich persönlich gar nicht aus, denn auch ich bin in der BRD, dem "Rechtsnachfolger des Deutschen Reichs" sozialisiert worden -, dann ist es Tendenz Menschen zu typisieren und damit zu schubladisieren. "Mörder ist, wer ..." ist solch eine unmenschliche Formel - und nur ein Beispiel für die bezeichnete deutsche Tendenz. Massenblätter wie BILD und Hetzsender wie RTL reproduzieren täglich aufs Neue diese sehr tief sitzenden Vorurteilsstrukturen.

Hamburg, 8. Februar 2014, Viertel nach Zwölf, Bücherhallen

dpa: "Die deutschen Sicherheitsbehörden haben in vergangenen Jahr mehr als 11 000 rechtsextreme Straftaten registriert. Unter den 11 761 Delikten waren 574 Gewalttaten. 561 Personen wurden verletzt" (NZZ)

Sonntag, 2. Februar 2014

Hamburg, 2. Februar 2014, Sieben Uhr, irgendwo auf der Schanze

Lese gerade in der aktuellen ZEIT dies hier: "Die Paradoxie besteht darin, dass das Vorbeisehen auch ein Sehen ist - und ein explizites Vorbeisehen dann ein noch expliteres Sehen darstellt." - Stimmt wohl. Man denke z.B. nur an die beredten Stimmen beim "Outing" eines schwülen Ex-Profifußballers. Die Beispiele für die Richtigkeit dieser Beobachtung sind Legion. Aber mal ehrlich: Wenn das alles ist, was uns systemtheoretisch inspirierte Soziologie zu lehren vermag, dann ist das doch ... dürftig!